Überfunktion

Schilddrüsenüberfunktion: Herzrasen und Warnzeichen erkennen

Herzrasen, Gewichtsverlust und Unruhe richtig einordnen: Ursachen, Laborwerte, Risiken und Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion.

VitaKompass Redaktion 11 Minuten Aktualisiert: 31.08.2026 Mit Sicherheitshinweisen
Kurz zusammengefasst

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Niedriges TSH allein bestimmt noch nicht die Ursache.
Im Alter kann Vorhofflimmern das erste auffällige Zeichen sein.
Die Behandlung richtet sich nach Basedow, Autonomie oder einer anderen Ursache.
Passendes VitaKompass-Video

Das Thema im Originalvideo

Worum es bei der Auswahl wirklich geht

Eine Schilddrüsenüberfunktion beschleunigt viele Körperfunktionen. Typisch sind Herzklopfen, Zittern, Wärmeintoleranz, Gewichtsverlust und innere Unruhe; bei älteren Menschen kann das Bild deutlich unauffälliger sein.

Herzrasen ist keine Diagnose. Besonders neue Rhythmusstörungen, Brustschmerz, Atemnot oder starke Schwäche müssen zeitnah medizinisch abgeklärt werden.

Aus dem veröffentlichten Video aufbereitet

Der Inhalt als verständlicher Ratgeber

Die Kernaussagen des Videos wurden von der VitaKompass Redaktion geordnet, mit Fachquellen abgeglichen und um Sicherheitshinweise ergänzt.

Basedow, Autonomie und Entzündung unterscheiden

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung. Autonome Schilddrüsenbereiche produzieren dagegen Hormone unabhängig von der normalen Steuerung und werden mit zunehmendem Alter wichtiger. Auch eine Entzündung oder zu viel Schilddrüsenhormon als Medikament kann eine Überfunktion auslösen. Die Ursache entscheidet über die Behandlung.

TSH zeigt die Richtung, freie Hormone die Ausprägung

Bei Verdacht wird zunächst TSH bestimmt. Ist es erniedrigt, helfen fT4 und je nach Situation fT3 bei der Unterscheidung zwischen latenter und manifester Überfunktion. TRAK können Morbus Basedow stützen; Ultraschall oder Szintigrafie klären bei Bedarf Struktur und Autonomie. TPO-Antikörper allein beweisen keine Überfunktion.

Warum ältere Menschen besondere Aufmerksamkeit brauchen

Im höheren Alter können Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Teilnahmslosigkeit oder Vorhofflimmern stärker auffallen als Zittern und Nervosität. Eine unbehandelte Überfunktion kann Herz und Knochen belasten. Medikamente, Radiojodtherapie oder Operation werden nach Ursache, Alter und Begleiterkrankungen ausgewählt; Supplemente ersetzen keine dieser Therapien.

Grundlage: „Schilddrüsenüberfunktion: Wenn das Herz rast“, 1.329 transkribierte Wörter.

Darauf solltest du bei der Einordnung achten

Diagnose vor Ergänzung

Unspezifische Beschwerden nicht direkt einem Spurenelement oder der Schilddrüse zuschreiben.

Labor im Zusammenhang

TSH, freie Hormone, Antikörper und Bildgebung nur so weit bestimmen, wie Befund und Fragestellung es erfordern.

Gesamtzufuhr

Jod und Selen aus Ernährung, Multinährstoffen und Einzelpräparaten gemeinsam berücksichtigen.

Wichtiger Hinweis

Wann besondere Vorsicht gilt

  • Bei Brustschmerz, Atemnot, Verwirrtheit, hohem Fieber oder starkem Herzrasen sofort medizinische Hilfe holen.
  • Schilddrüsenmedikamente nie eigenständig absetzen oder dosieren.
  • Jodhaltige Präparate bei bekannter Überfunktion nur nach ärztlicher Freigabe verwenden.

Fachquellen zur Einordnung

Die Videoaussagen wurden für diesen Ratgeber mit folgenden Fachinformationen abgeglichen.

Häufige Fragen

Kann eine Schilddrüsenüberfunktion Herzrasen verursachen?

Ja. Sie kann Puls und Rhythmus beeinflussen. Herzrasen hat jedoch viele mögliche Ursachen und sollte besonders bei neuem Auftreten abgeklärt werden.

Reicht ein TSH-Wert zur Diagnose?

TSH ist ein wichtiger erster Wert. Für Schweregrad und Ursache werden je nach Ergebnis freie Hormone, Antikörper und Bildgebung ergänzt.